1951 hatte Siegfried Assmann begonnen, und schon verhältnismäßig schnell war er als Glasmaler bekannt; aber nicht nur auf diesem Gebiet machte er sich einen Namen. Als 1965 Professor Alfred Kamphausen in seinem Buch „Neue Plastiken in Schleswig-Holstein“ in einem ersten knappen Abriss untersuchte, was in dem nördlichen Bundesland in den Jahren seit Wiederbeginn und beim Wiederaufbau an bemerkenswerter Großplastik in öffentlichem Auftrag entstanden sei, da nennt er unter 28 Künstlern auch Siegfried Assmann.

Ausgewählt und abgebildet sind drei seiner kurz zuvor entstandenen Arbeiten: das Ehrenmal in Gudendorf, das Mahnmal in Husum und das Kruzifix in der Kirche zu Kiel – Schulensee. Kamphausen schreibt dazu u.a. : „…Assmann übernimmt nicht nur religiöse Themen, sondern er weiß die damit gestellten Aufgaben aus echter ergriffener Frömmigkeit zu lösen.. und es gibt nicht viele Künstler heute, die so legitim religiöse Kunst zu gestalten vermögen….“

Doch zunächst wurde diese Absicht 1943 vereitelt, er wurde Soldat. In der amerikanischen Kriegsgefangenschaft entdeckte der nun Zwanzigjährige seine Begabung für das Zeichnen und Malen. Er suchte, fand Anleitung und betrieb schließlich insbesondere das Porträtieren mit Freude und Erfolg.

Bei seiner Entlassung fand er – wie so viele andere – den Weg in die verlorene Heimat im Osten versperrt; er suchte eine neue, und fand 1947 endgültig den Weg zur bildenden Kunst. In den katakombenhaften Räumen der Landeskunstschule Hamburg am Lerchenfeld teilte er nach eigenen Worten „mit Mäusen Bett und Brot“.

Wie auf vielen Hochschulen in der Zeit des Wiederbeginns damals, fanden sich auch auf der Hamburger Kunstschule eine Reihe begabter und lernhungriger junger Menschen, die begierig waren, einen Sinn im Leben zu finden. Viele von denen, die mit Assmann zusammen ihren Weg suchten, gehören heute, wie er, zu den bekannten und anerkannten Künstlern unserer Tage.

Sechs Semester lang studierte Assmann bei den Professoren Ortner, Breest und Mahlau Wandgestaltung, Malerei und Graphik und wurde schnell Meisterschüler. Doch die Akademie blieb dem Suchenden manches schuldig; dafür fand er draußen manch guten Rat und praktische Hilfe für seine eigene Arbeit, etwa im Modellieren in der Werkstatt eines Bildhauers in Aumühle bei Hamburg oder im Umgang mit farbigem Glas bei einem Glasmaler in Überlingen am Bodensee.

Den Schritt zu eigenem freien Schaffen wagte der junge Künstler 1951. Es waren Aquarelle von Hamburg-Motiven, die spärlichen Erlöse brachten – bitter nötig, um die 1949 gegründete Familie zu ernähren. Den ersten großen Erfolg brachte 1952 die Teilnahme an einem öffentlichen Wettbewerb: den Auftrag für ein Bleiglasfenster in der Kreuzkirche in Hamburg-Ottensen*).

Diesem so bedeutungsvollen Auftakt folgte eine Reihe weiterer öffentlicher Aufträge, insbesondere von Kirchenfenstern. Assmann konnte sich ein eigenes Heim errichten. Als sein eigener Architekt entwarf und baute er Haus, Atelier und Werkstatt in Großhansdorf, im Weichbild der Hansestadt Hamburg und zugleich in schöner holsteinischer Landschaft.

Hier lebt der inzwischen weithin als Maler, Bildhauer und Zeichner bekannte und geachtete Künstler heute mit seiner zweiten Frau und der gemeinsamen Tochter, in Kontakt mit vielen Freunden von nah und fern -und mit der Musik, der er, neben der bildenden Kunst, die sein Beruf aus Berufung wurde, treu geblieben ist.

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Siegfried J. Assmann (Assi)
Maler und Bildhauer

(* 1. Februar 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen) ist ein deutscher Maler und Bildhauer, der insbesondere im Bereich der Glasmalerei hervorgetreten ist. Siegfried Assmann wohnt und arbeitet in Großhansdorf bei Hamburg.

Assmann studierte ab 1947 Malerei, Wandgestaltung und Grafik auf der Landeskunstschule in Hamburg, gemeinsam mit Mitstudierenden wie Horst Janssen, Paul Wunderlich, Siegfried Oelke. Plastische Gestaltung erlernte er im Atelier von Carolus Voigt, bei einem Aufenthalt in Überlingen am Bodensee den Umgang mit farbigem Glas. 1952 hatte Assmann einen ersten großen Erfolg, als er einen öffentlichen Wettbewerb zur Gestaltung eines Bleiglasfensters in der Kreuzkirche in Hamburg-Ottensen gewann. Nach diesem Durchbruch verzeichnete Assmann zahlreiche weitere Aufträge insbesondere im norddeutschen Raum, die sich nicht nur auf sakrale Themen beschränkten, obwohl diese stets ein Schwerpunkt seiner Arbeit blieben. Anfang der 1960er Jahre verlagerte sich seine Tätigkeit zunehmend auf den Bereich der Plastik.

Quelle: Wikipedia

Eine ausführlicher Überblick seiner Kunstwerke mit Diashow ist bei Flickr zu finden.